Warum „Work-Life-Balance" die falsche Frage ist.
„Ich muss mehr auf meine Work-Life-Balance achten." Diesen Satz höre ich wöchentlich.
Der Begriff ist problematisch. Er unterstellt, dass Arbeit und Leben zwei Gegengewichte sind. Mehr vom einen = weniger vom anderen. So funktioniert Leben nicht.
Es gibt Phasen, die alles fordern. Und Phasen, in denen du dein Kind zum Schwimmkurs bringst und das Handy auf lautlos stellst. Beides ist richtig.
Die eigentliche Frage ist: Bin ich gerade dort, wo ich sein will --- mit meiner Aufmerksamkeit, meiner Energie, meinem Herzen? Oder bin ich immer halb woanders?
Die gesündesten Führungskräfte sind die, die in jedem Moment wissen, was gerade zählt --- und den Mut haben, alles andere warten zu lassen.
Das ist keine Balance. Das ist Klarheit. Und Klarheit trainiert man nicht durch Zeitmanagement, sondern durch die Frage: Was ist mir wirklich wichtig --- und handle ich danach?
Meine Frage: Warst du in den letzten zwei Wochen dort, wo du sein wolltest --- oder dort, wo andere dich brauchten?
Führe dich selbst, und alles andere folgt.
— Ralf
Weitere Impulse
Schau gern in die vollständige Übersicht für mehr Gedanken aus der Serie „Führung ist kein Zuschauersport".