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Führung ist kein Zuschauersport --- Warum ich diese Serie schreibe

Handball-Spielfeld – Anspielkreis

Samstagnachmittag, Sporthalle, dritte Halbzeit läuft gerade an.

Ein Handballtrainer sagte mal etwas zu mir, das ich seitdem nicht mehr vergessen habe: „Du kannst die beste Taktik der Welt aufzeichnen. Aber wenn keiner bereit ist, aufs Feld zu gehen und den ersten Pass zu spielen — ist sie nur eine hübsche Zeichnung auf einer Tafel."

Ich musste sofort an die Unternehmen denken, die ich begleite.

An die Strategiepapiere, die in Schubladen verstauben. An die Führungskräfte, die brillante Konzepte entwickeln — und sich dann wundern, warum ihr Team nicht mitzieht. An die Change-Projekte, die auf dem Papier perfekt aussehen und in der Realität an einem einzigen Satz scheitern: „Das klingt gut, aber bei uns funktioniert das nicht."

Ich arbeite seit über 25 Jahren mit Führungskräften. Auf dem Shopfloor, in Kliniken, in Produktionshallen, in Vorstandsetagen. In 20 Ländern. Und wenn ich eines gelernt habe, dann das: Führung entscheidet sich nicht in der Theorie. Sie entscheidet sich in dem Moment, in dem du aufstehst, den Raum betrittst und sagst — das hier ist jetzt meine Verantwortung. Auch wenn es unbequem wird. Gerade dann.

Führung ist kein Zuschauersport.

Sie beginnt nicht beim Team. Sie beginnt bei dir. Bei der Frage, ob du bereit bist, dich selbst ehrlich anzuschauen, bevor du andere führen willst. Bei dem Mut, eine Entscheidung zu treffen, auch wenn du nicht alle Antworten hast. Und bei der Konsequenz, dranzubleiben — nicht nur am Montag nach dem Offsite, sondern auch am Freitag, wenn keiner mehr hinschaut.

Genau darüber möchte ich in den nächsten Wochen hier schreiben. Nicht über Methoden und Modelle, davon gibt es genug. Sondern über die Momente, in denen Führung wirklich passiert. Aus dem Handball, vom Shopfloor, aus echten Coaching-Gesprächen. Geschichten, die ich erlebt habe — und Fragen, die mich selbst nicht loslassen.

Denn ich glaube: Gute Führung beginnt bei dir selbst. Aber sie zeigt sich dort, wo es zählt — auf dem Spielfeld, nicht auf der Tribüne.

Und deshalb eine Frage zum Start, die ich wirklich ernst meine: Wann war der letzte Moment, in dem du als Führungskraft bewusst gesagt hast — „Ich gehe jetzt aufs Feld, auch wenn ich nicht weiß, wie das Spiel ausgeht"?

Ich bin gespannt auf eure Geschichten.

Führe dich selbst, und alles andere folgt.
— Ralf

Klingt das nach einer Situation, die du kennst?

Wenn du jemanden suchst, der mitdenkt — nicht nur zuhört — lass uns reden.

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Weitere Impulse

Schau gern in die vollständige Übersicht für mehr Gedanken aus der Serie „Führung ist kein Zuschauersport".

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