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Donnerstagabend, 19:12 Uhr — die Einsamkeit der Führungskraft

Einsame Führungskraft auf einem Felsen über der Stadt

Donnerstagabend, 19:12 Uhr. Das Townhall-Meeting ist vorbei.

Martin sitzt allein in seinem Büro. Vor ihm der kalte Kaffee von heute Nachmittag, hinter ihm die Präsentation. Restrukturierung. Fünf Stellen fallen weg. Er hat es sachlich erklärt, transparent, mit Perspektive.

Jetzt fragt er sich, ob er den richtigen Ton getroffen hat. Ob die Kollegin in der dritten Reihe gerade ihren Lebenslauf aktualisiert.

Martin ruft niemanden an. Nicht seine Chefin — die erwartet Lösungen. Nicht sein Team — die brauchen Sicherheit. Nicht seine Frau — die hört seit Monaten „es ist gerade viel."

Das ist die Einsamkeit der Führungskraft. Kein dramatisches Burnout. Sondern das leise Alleinsein mit Entscheidungen, die man niemandem ganz erzählen kann.

Mein Menschenbild sagt: Du hast alles, was du brauchst. Aber du brauchst manchmal jemanden, der dir den Spiegel hält. Der die Fragen stellt, die du dir selbst nicht stellst.

Genau das meine ich mit Sparring. Nicht ein Gespräch, weil etwas kaputt ist. Sondern ein Gespräch, weil manches zu wichtig ist, um es allein zu denken.

Meine Frage: Wann hast du das letzte Mal mit jemandem über deine Zweifel als Führungskraft gesprochen — nicht über deine Entscheidungen, sondern über das, was danach in dir nachklingt?

Führe dich selbst, und alles andere folgt.
— Ralf

Klingt das nach einer Situation, die du kennst?

Wenn du jemanden suchst, der mitdenkt — nicht nur zuhört — lass uns reden.

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Weitere Impulse

Schau gern in die vollständige Übersicht für mehr Gedanken aus der Serie „Führung ist kein Zuschauersport".

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