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Der gefährlichste Satz in der Führung: „Das haben wir schon immer so gemacht"

Elefant – Veränderung

Sieben Worte, die mehr Veränderung verhindern als jede Krise:

„Das haben wir schon immer so gemacht."

Ich höre diesen Satz seit 25 Jahren. In Produktionshallen, in Kliniken, in Vorstandsetagen. Er kommt selten laut. Meistens kommt er leise, fast beiläufig, manchmal sogar mit einem Lächeln. Aber er wirkt wie ein Anker, der ein ganzes Team am Boden hält, während sich draußen alles verändert.

Das Tückische daran: Der Satz klingt nach Erfahrung. Nach Stabilität. Nach „Wir wissen, was funktioniert." Und genau das macht ihn so gefährlich — denn er verkleidet Stillstand als Kompetenz.

Ich erinnere mich an eine Situation in einem mittelständischen Unternehmen. Das Führungsteam saß zusammen, es ging um einen neuen Prozess. Ein erfahrener Abteilungsleiter lehnte sich zurück und sagte genau diesen Satz. Und du konntest zusehen, wie im Raum die Energie zusammenfiel. Die jüngeren Kollegen klappten ihre Laptops halb zu. Die HR-Leiterin schaute auf den Tisch. Diskussion beendet, ohne dass sie richtig begonnen hatte.

Was ich dann gemacht habe? Ich habe eine einzige Gegenfrage gestellt: „Und was wäre, wenn genau das der Grund ist, warum es gerade nicht mehr funktioniert?"

Stille. Dann begann ein Gespräch, das dieses Team vorher nie geführt hatte.

Das ist der Punkt: Der Satz „Das haben wir schon immer so gemacht" ist kein Argument. Er ist ein Schutzschild. Dahinter steckt meistens keine Überzeugung, sondern Unsicherheit. Die Angst, dass das Neue meine Erfahrung entwertet. Dass ich zugeben müsste, dass ich etwas nicht kann. Dass ich Kontrolle abgebe.

Gute Führung erkennt das. Und reagiert nicht mit Gegenargumenten, sondern mit einer Frage, die den Raum öffnet statt ihn zu schließen.

Jetzt interessiert mich: Was ist euer „Das haben wir schon immer so gemacht"-Moment? Der eine Satz, die eine Gewohnheit, die eine ungeschriebene Regel in eurem Unternehmen, von der ihr wisst — eigentlich müssten wir da ran?

Führe dich selbst, und alles andere folgt.
— Ralf

Klingt das nach einer Situation, die du kennst?

Wenn du jemanden suchst, der mitdenkt — nicht nur zuhört — lass uns reden.

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Weitere Impulse

Schau gern in die vollständige Übersicht für mehr Gedanken aus der Serie „Führung ist kein Zuschauersport".

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